Vitalpilze Chaga - Tschaga

Vitalpilz Chaga

Schiefer Schillerporling, Inonotus obliquus, Fungus betulinus

Der Chaga (gesprochen Tschaga) ist ein Vitalpilz aus der Familie der Borstenscheibenverwandten (Hymenochaetaceae), der seit dem 15. Jahrhundert in der russischen Volksmedizin große Bedeutung genießt. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mittel- und Osteuropa über Skandinavien, Russland, Zentralasien, Korea bis nach Japan. Auch in Kanada ist der Vitalpilz beheimatet. In unseren Wäldern ist er ebenfalls anzutreffen - wenn auch seltener. Der Chaga ist auch als Inonotus obliquus“, „Fungus betulinus“ oder „Schiefer Schillerporling“ bekannt. Namensgebend ist hierbei sein äußeres Erscheinungsbild. Der Chaga bildet zwei Fruchtformen aus - die Hauptfruchtform und die Nebenfruchtform. Der Name Schiefer Schillerporling wurde ihm Dank der schräg stehenden Porenschicht der Hauptfruchtform verliehen. Die sterile Nebenfruchtform wird hingegen als Chaga bezeichnet, ist aber wissenschaftlich gesehen auch ein Schiefer Schillerporling. Der Vitalpilz ist in Laubwäldern zuhause und wächst vornehmlich auf Birken. Man kann ihn auch auf Buchen, Erlen und Eichen finden - jedoch bildet er die Chaga-Knollen ausschließlich auf Birken und Erlen.  

Ursprung und Verwendung des Vitalpilz Chaga

Die Erstbeschreibung des Chaga erfolgte bereits 1801 durch Christian Hendrik Persoon. In späteren Jahren wurden Name und Gattungszuordnung geändert bis Albert Pilát 1942 den heute gültigen Namen festlegte. Seit Jahrhunderten hat der Vitalpilz seinen festen Platz in der russischen Volksmedizin und wird aufgrund seiner interessanten Inhaltsstoffe sehr geschätzt. Seit 1858 befindet er sich in der russischen Arzneiliste. Traditionell wird er dort als heiße Tee-Zubereitung eingenommen. Der Legende nach soll der Großfürst von Kiew Wladimir Wsewolodowitsch Monomach (*1053 – †1125) den Vitalpilz bereits im 11./12. Jahrhundert als Tee zu sich genommen haben. Seit den 1930er Jahren wird der Chaga in Russland wissenschaftlich untersucht und heutzutage erfreut er sich auch international großer Beliebtheit. In der Naturheilkunde erlangte der Vitalpilz ebenfalls einen bedeutenden Stellenwert. In Russland wird der Chaga auch „Medizinalpilz”, „Gesundheitspilz” bzw. „Heilpilz” genannt, wobei wir von Pilze Wohlrab den Begriff „Vitalpilz“ bevorzugen und aufgrund der vitalisierenden Effekte des Chaga’s am passendsten finden.

Inhaltsstoffe und Bestandteile des Vitalpilz Chaga

Im Vitalpilz Chaga sollen bereits über 200 aktive biologische Substanzen analytisch nachgewiesen worden sein. Dabei sind insbesondere die bedeutungsvollen Polyphenole und Polysaccharide hervorzuheben, welche als Antioxidantien gelten. Besonders nennenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Pilz-Melanine. Der Schiefe Schillerporling weicht hinsichtlich der Zusammensetzung wertvoller Vitalstoffe deutlich von anderen Vertretern seiner Gattung ab. Er besitzt etwa 2-3 Mal mehr Mineralstoffe verglichen mit anderen Porlingen. Hierzu zählen insbesondere Kalium, Natrium und Mangan, aber auch geringe Mengen von Kalzium, Silizium, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer. Dabei besitzt er bloß ⅕ bis 1/10 des Eiweiß- und Cellulosegehaltes anderer Porlinge. Als weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Betulin, Flavonoide, Gerbstoffe und Lektine zu nennen, sowie geringe Mengen organischer Säuren wie Essig,- Butter,- und Oxalsäure.

Wie nahezu alle hier im Onlineshop angebotenen Vitalpilze ist auch der Chaga biozertifiziert und stammt aus kontrolliertem Anbau.

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