Vitalpilze Coriolus - Schmetterlingstramete

Vitalpilz Coriolus

Coriolus versicolor, Trametes versicolor, Polyporus versicolor, Bunte Tramete, Schmetterlings-Tramete, Schmetterlingsporling, Kawaratake, Turkey Tail

Der Coriolus (auch als „Coriolus versicolor“, „Trametes versicolor“, „Polyporus versicolor“, „Schmetterlings-Tramete“, „Bunte Tramete“, „Schmetterlingsporling“, „Kawaratake“ oder „Turkey Tail“ bekannt) ist ein Vitalpilz aus der Familie der Stielporlingsverwandten, der weltweit verbreitet ist. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Vitalpilz seit Jahrhunderten verwendet und als sog. „Medizinalpilz“, „Heilpilz“ oder „Gesundheitspilz“ bezeichnet. Pilze Wohlrab bevorzugt hier allerdings den Begriff „Vitalpilz“, da dies die vitalisierenden Eigenschaften der speziellen Pilze am besten beschreibt. Da sich der Coriolus nicht als Speisepilz eignet, wurde er in Europa lange Zeit nicht beachtet. Erst durch seine Bedeutsamkeit als Nahrungsergänzungsmittel erfährt der Vitalpilz hierzulande zunehmend Beachtung. Seine Inhaltsstoffe ließen ihn in den Fokus von Wissenschaftlern und Ärzten rücken. Seit den 70er Jahren wird der Coriolus kontinuierlich erforscht. Mittlerweile wurden v.a. in Asien und den USA zahlreiche Studien durchgeführt, welche die Inhaltstoffe des Vitalpilzes untersuchen.

Der Vitalpilz wird auch „Schmetterlings-Tramete“, „Bunte Tramete“ oder „Turkey Tail“ genannt. Diese Namen verweisen auf sein einzigartiges und wunderschönes Erscheinungsbild. Die Schmetterlings-Tramete bildet flache, rosettenförmige Hüte unterschiedlicher Farben mit welligem Hutrand aus. Die Hüte sind in verschiedenen braun- und olive-Tönen zu finden. Sie können aber auch rötlich oder sogar bläulich sein. Die Hutoberfläche beinhaltet blaue bis schwarze Bereiche die seidig glänzen, während die Hutunterseite aus kleinen, weißen Poren besteht. 

Ursprung und Verwendung des Vitalpilzes Coriolus

Erste Erwähnungen der Schmetterlings-Tramete finden sich in der Dokumentation über Kräuter „Shennong Ben Cao Jing“, die vermutlich aus der Han Dynastie (um 200 v. Chr.) stammt. Weiterhin wurde der Vitalpilz durch die Ming Dynastie erwähnt. Dabei beschrieb der renommierte chinesische Arzt und Naturforscher Li Shi Zhen (1518 – 1593) den Vitalpilz in seiner Arzneimittellehre („Ben Cao Gang Mu“ – das Buch der heilenden Kräuter). In der modernen Gesundheitskunde wurde der Vitalpilz erst vor ca. 40-50 Jahren wiederentdeckt, als sich ein Chemieingenieur der japanischen Firma Kureha dazu entschied, sein Leiden mit Hilfe des Vitalpilzes zu behandeln.

Bekannt ist der Vitalpilz vor allem in Asien und Südamerika. Doch auch hierzulande ist die Schmetterlings-Tramete überall zu finden. In den Wäldern Mitteleuropas ist der Vitalpilz der am häufigsten vorkommende Porling. Er wächst auf den Stämmen toter Bäume (überwiegend Laubbäume, kaum an Nadelbäumen) oder auf Holzzäunen. Als saprobiontischer Holzbewohner leistet der Vitalpilz einen wichtigen Beitrag für den Kreislauf der Natur, da er für den Zersetzungsprozess von abgestorbenem Holz sorgt, wobei die entstehenden Nährstoffe dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt werden.

Aufgrund ihrer schönen Optik wird die Schmetterlings-Tramete in der Floristik häufig in Gestecken genutzt. In Paris wurde sie auch als Schmuck verwendet - in Form von Broschen oder sie wurde an Hüte gesteckt.

Inhaltsstoffe und Bestandteile des Vitalpilzes Coriolus

Vor allem im asiatischen Raum ist der Einsatz des Coriolus als Vitalpilz in jahrhundertealten Dokumentationen aufgeführt. Sein hoher Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wird in der Naturheilkunde sehr geschätzt. Die Besonderheit des Vitalpilzes sind seine proteingebundenen Polysaccharide. Dazu gehören das Polysaccharidpeptid (PSP) und das Polysaccharid-K (PSK). Des Weiteren enthält der Coriolus die Vitamine B1, B2, B3, B5, D sowie Kupfer, Eisen, Selen, Kalzium und Kalium.

 

 

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