Vitalpilze Pleurotus ostreatus - Austernseitling

Pleurotus ostreatus

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Der Austernpilz oder Austernseitling (Pleurotus ostreatus) ist ein weltweit verbreiteter Vitalpilz aus der Familie der Seitlingsverwandten. Insgesamt zählen ca. 50 verschiedene Arten zur Familie der Austernseitlinge. Zusammen mit dem Champignon und dem Shiitake gehört der Austernpilz zu den 3 beliebtesten Speisepilzen weltweit mit einer jährlichen Erntemenge von ca. 2,5 Millionen Tonnen in den Jahren 2005/2006. In Deutschland wurde im Jahr 2008 eine Erntemenge von 500 Tonnen erzielt. Als Speisepilz ist der Austernseitling schon längst bekannt. Frisch oder als getrockneter Pilz bereichert er zahlreiche Gerichte und ist aus der Küche gar nicht mehr wegzudenken. Mit einem nennenswerten Proteinanteil und dem Vorhandensein sämtlicher B-Vitamine eignet sich der Austernpilz hervorragend als Fleischersatz und ist bei Vegetariern, Veganern und Rohköstlern sehr beliebt. Ein besonderes Plus: Dieser Pilz lässt sich sehr einfach auch Zuhause züchten.

Der Austernpilz ist auch unter den NamenPleurotus ostreatus“, „Ping Gu“, „Kalbfleischpilz“, „Oyster Mushroom“ und „Hiratake“ bekannt.

Ursprung und Verwendung des Vitalpilzes Pleurotus

Der Pleurotus ist ein Saprobiont, der auf Laubbäumen, seltener auch auf Nadelhölzern wächst. In Deutschland findet man ihn hauptsächlich an den Baumstämmen von Rotbuchen. Als nematophager Pilz ist er außerdem in der Lage Fadenwürmer zu verdauen.

Der Austernpilz ist auch bei niedrigen Temperaturen zu finden und ist deshalb auch als „Winterpilz“ oder „Weihnachtspilz“ bekannt, denn man kann ihn sogar in verschneiten Wäldern noch entdecken.

Die Fruchtkörper des Pleurotus sind häufig in dichten Büscheln zu finden und verleihen dem Vitalpilz sein charakteristisches Aussehen. Die Stiele sind kurz und sitzen meistens seitlich am Pilzhut, welche zunächst zungen- bis Spatel artig geformt sind und später eine muschel- bis halbkreisähnliche Form einnehmen. Austernpilze können verschieden gefärbt sein - von oliv-, über dunkelbraun bis hin zu schiefer- oder schwarzgrau.

Der Austernpilz ist besonders für seine hervorragenden kulinarischen Eigenschaften bekannt. Neben seiner Bedeutung als schmackhafter Speisepilz wird er auch als Vitalpilz geschätzt und ist fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin, wo er als „Gesundheitspilz“, „Medizinalpilz“ oder „Heilpilz” bezeichnet wird. Wir von Pilze Wohlrab bevorzugen allerdings den Begriff „Vitalpilz“, da dies die vitalisierenden Effekte des Pilzes, welcher als Nahrungsergänzungsmittel gilt, am besten beschreibt. In der Naturheilkunde kann der Pleurotus zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt werden.

Inhaltsstoffe und Bestandteile des Vitalpilzes Pleurotus

Der protein- und ballaststoffreiche Vitalpilz Pleurotus kann mit zahlreichen wertvollen Pilzwirkstoffen aufwarten. Er gehört zu den besonders vitaminreichen Vitalpilzen - eine für Pilze seltene Eigenschaft. Der Pleurotus ist reich an Vitamin C, Vitamin D und enthält den gesamten Vitamin B-Komplex, darunter Niacin, Pantothensäure und Folsäure. Zudem enthält er alle 8 essentiellen Aminosäuren sowie wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Arzneistoff „Levostatin” wird beispielsweise aus verschiedenen Pleurotus Arten gewonnen.

Die Besonderheit des Vitalpilz ist der bemerkenswerte Wirkstoffe Beta-1,3/1,6-D Glucan „Pleuran”. Er steht immer wieder im Fokus wissenschaftlicher Forschungen.

Während Vitalpilze in Asien längst zur Unterstützung der Gesundheit bekannt sind, werden sie auch hier in Europa allmählich immer beliebter. Der Pleurotus ist dabei eine sehr schmackhafte Variante eines Nahrungsergänzungsmittels.

 

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