Der Austernseitling – ein Winterpilz

In der kalten Jahreszeit lässt sich der Austernpilz am besten sammeln

Viele Naturfreunde glauben, dass Pilze nur im Herbst gesammelt werden. Dabei ist das ganze Jahr über Pilzsaison. Einige Pilzarten erscheinen gar erst in der kalten Jahreszeit oder entfalten nur zu dieser Zeit ihren ganzen Geschmack und heilende Wirkung. Zu diesen besonderen Pilzen gehört auch der Austernpilz. Er braucht den ersten Frost des Winters, um seinen Fruchtkörper zu entfalten. Erst jetzt bilden sich der gute Geschmack und der aromatische Geruch des beliebten Speisepilzes.

 

 

 

 

Woran man den Austernseitling erkennt 

Austernseitling am Substratblock

Der Hut des Austernpilzes hat eine glatte Oberhaut, die glänzend und kahl ist. Der Pilz wird ca. zwischen fünf und zwanzig Zentimeter groß. Er ist unterschiedlich gefärbt: Man findet ihn z.B. in silbergrau, dunkelgrau, aber auch schwarz-violett und bräunlich. Der Stiel schimmert in cremeweiß, ist kurz oder stark verkümmert und befindet sich in den meisten Fällen seitlich am Pilz. Der Pilz kommt sehr häufig in Kolonien vor. Er kann manchmal mit dem gelbstieligen Muschelseitling verwechselt werden. Den Muschelseitling erkennt man jedoch spätestens an seinem bitteren Geschmack. Am Stiel färbt er zudem gelblicher als der Austernseitling. Der Austernpilz ist sehr druckempfindlich und sollte am besten in einem Weidenkorb oder einem Stoffsack gesammelt werden.

 

 

 

Die Heilkraft des Austernseitlings

Austernseitling am Holz Foto: Ernst Hampl / Mykotherapeut

In Deutschland wurden die Heilkräfte, die in den Pilzen innewohnen, erst in den letzten Jahren bekannt. In Asien, besonders in der traditionellen chinesischen Medizin, werden Vitalpilze seit Anbeginn der Aufzeichnungen als natürliche Heilkräfte verwendet. Speziell dem Austernseitling wird nachgesagt, dass er die Darmflora positiv beeinflusst. Das Chitin in seinen Zellwänden könnte dafür sorgen, dass die Anzahl der Bakterien in seinem Darm zunehmen, da nur diese in der Lage sind, dass Chitin zu verwerten. Insgesamt kann der Genuss des Austernpilzes zu einer Verbesserung des 

Pilze nur ernten, wenn man sich absolut sicher istallgemeinen Wohlbefindens führen.

Bei allen Pilzarten lautet der Grundsatz: Sicherheit geht vor Genuss. Wer einen Pilz nicht absolut sicher bestimmen kann, sollte ihn lieber nicht sammeln. Laien sollten nur in Begleitung eines Pilzexperten auf die Pilzjagd gehen oder ihren Fund bei einer Pilzberatungsstelle bestimmen lassen. Im Zweifelsfall lieber einen Pilz stehen lassen, als seine Gesundheit zu gefährden. Alternativ lassen sich Trockenpilze hervorragend in der Küche verwenden. Sie haben den Vorteil, dass sie lange haltbar sind und ein sehr intensives Pilzaroma haben.

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