Cordyceps Raupenpilz und seine Inhaltsstoffe

Der Vitalpilz, der aus der Raupe kommt

Der Cordyceps, auch Raupenpilz genannt, ist ein Faszinosum in der Pilzkunde, denn er ist zugleich Parasit und lebt in einer Symbiose. So wird eine Zweckgemeinschaft genannt bei der beide Seiten voneinander profitieren. 

Der Cordyceps lebt im tibetansichen Hochland und verwendet eine Mottenraupe, die tief im Boden lebt, als Wirt. Anfangs entstehen symbiotische Strukturen. Denn eine zeitlang versorgen die Pilzzellen die Raupe mit Stoffen, die deren Überleben und Vitalität in der unwirtlichen Bergwelt fördern und werden im Gegenzug von der Raupe mit Nährstoffen versorgt und am Leben erhalten.

Dann aber ist die Zeit reif für eine Übernahme. Kurz bevor die Raupe stirbt, übernimmt der Pilz bzw. das Pilzgewebe im Raupenkörper die Kontrolle. Nun muss die Raupe die tiefen Schichten des Bodens verlassen und sich kurz unter der Grasnarbe eingraben. Und aus dem Kopf der Raupe wächst der Fruchtkörper des Pilzes an die Oberfläche. Es ist ungewöhnlich und noch nicht hinreichend geklärt, wie  es der Cordyceps schafft, das Abwehrsystem der Raupe auszuschalten. Es könnte sein, dass Cyclosprine dabei eine große Rolle spielen. Diese Verbindungen sind zur Eindämmung der Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantationen von größter Bedeutung. Sie wirken immunsuppresiv, d. h. sie unterdrücken die Immunreaktion auf körperfremdes Gewebe.

Potente Inhaltsstoffe

Nucleoside 

Zum einen enthält der chinesische Raupenpilz eine ganze Reihe abgewandelter Nucleoside, z. B. Cordycepin und Inosin. Als Nucleoside bezeichnet man komplex aufgebaute Moleküle die aus einem Zuckerbestandteil und einem Basenanteil bestehen. Sie sind die Bausteine des Erbmoleküls DNA und in ihrer natürlichen oder abgewandelten Form auch an einer Vielzahl zellphysiologischer Prozesse beteiligt. So besitzt beispielsweise Cordycepin eine deutlich krebshemmende Wirkung. Andere Verbindungen aus dieser Gruppe beeinflussen und regulieren physiologische Abläufe im zentralen Nervensystem oder die Freisetzung von Neurotransmittern im Gehirn. Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen und zeigt auf der Ebene der Inhaltsstoffe, welche weitreichenden medizinischen Möglichkeiten in dem Pilz stecken.

Glukane

Dann sind die Glukane zu nennen. Wie bei den anderen Vitalpilzen spielen auch beim Raupenpilz die enthaltenen speziellen Beta-D-glucane und Galactosaminoglycane eine große Rolle für die medizinische Wirkung. Die vielfach verzweigten, riesigen Moleküle werden aus verschiedenen, einfachen Zuckermolekülen (Glucose, Galactose, Mannose etc.) aufgebaut und verdanken ihrem dreidimensionalen Bau ihre besondere antitumor- und immunstimulierende Wirkung. Außerdem haben sie antioxidative und blutzuckersenkende Eigenschaften.

 

Sterole 

Die dritte Gruppe potenter Wirkstoffe sind die enthaltenen Sterole, z.B Ergosterol. Sie besitzen dieselbe Grundstruktur wie das Cholesterin und sind an einer unüberschaubaren Palette von pharmakologisch interessanten Wirkungen beteiligt. Extrakte aus dem Mycel enthalten östrogenartige Inhaltsstoffe und werden in Japan erfolgreich bei Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren eingesetzt. In Tierversuchen verhinderte der Pilzextrakt das Absterben von Gehirnzellen mit Alzheimerplaques und den dadurch bewirkten Gedächtnisverlust. Der Pilz enthält das antibiotisch und schwach antifungistisch (gegen Pilze) wirkende Ophiocordin.

Eiweißverbindungen

Zuletzt sei noch auf besondere Eiweißverbindungen, wie z.B. Cyclopeptide hingewiesen. Man vermutet, dass der vitalisierende und immunstimulierende Effekt des Raupenpilzes mit diesen Verbindungen zusammenhängt. Es sind bisher nur wenige dieser Verbindungen beschrieben und auch wenig bekannt, wie sich diese auswirken.

Erfolge und Rätsel

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Raupenpilz für die Wissenschaft aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe immer noch viele Rätsel birgt und es eine große Aufgabe der Zukunft ist, noch stärker die Wirkzusammenhänge herauszuarbeiten. Denn die Erfolge, die Therapeuten und die Traditionelle Chinesische Gesundheitslehre mit dem Cordyceps als Nahrungsergänzungsmittel jahrhundertlang erzielen, sind höchst erfreulich und sehr vielfältig. Der Vitalpilz wird heutzutage aus dem Myzell hergestellt, pulverisiert und entweder als Kapsel oder als loses Pulver angeboten. Es ist – wie bei allen Pilzen – beim Kauf immer auf eine sehr gute Qualität zu achten.

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